Buchbesprechung: Guy Anderson: Tesla und die Cabbage Patch Kids

Abb. 1 Guy Anderson
Tesla und die Cabbage Patch Kids
Die Erforschung des verlorenen Reiches von Tartaria und des Resets von 1776
Apricus LTD, Mahe, Seychellen, Februar 2026 ISBN: 979-8892920612 Preis: EUR 24.99 232 Seiten, Softcover, ca. 120 Abb. u. s/w-Fotos

(rmh) Der Autor stellt eine Theorie vor, der zufolge „Die Elite der Welt“ im Jahr 1771 einen „Reset“ vollzog, der das Ziel hatte, alle Spuren eines zuvor bestehenden „Tartarischen Großreiches“ auszulöschen. Größe Teile dieses Reiches sollen durch Schlammfluten, Brände und Erdbeben zerstört worden sein.

So soll beispielsweise Dresden eine tartarische Stadt gewesen sein, weswegen sie im Zweiten Weltkrieg einen derart massiven Bombenhagel erleben musste. Weiter sollen Bürgerkriege und die Napoleonischen Kriege die Bewohner dieses ehemaligen Reiches dahingerafft haben.

Die Verbliebenen wurden dem Autor zufolge in neu errichteten Gefängnissen eingesperrt und ihre Kinder in alle größeren Städte verteilt, sowohl als Sklavenarbeiter als auch zur Wiederbevölkerung.

Heilzentren wurden dem Autor zufolge zu Kathedralen und Kirchen umgebaut und die Technologie, die Energie aus dem Äther genutzt hatte, soll zerstört worden sein, wonach die industrielle Revolution begonnen habe.

Die Wiederbevölkerungsprogramm, bekannt als die ‚Cabbage Patch Kids‘, erzeugte tausende menschliche Klone, die aufwuchsen, ohne jemals etwas vom untergegangenen Reich zu wissen. Dann kam Nikola Tesla – mit Erfindungen, die der Technologie der Tartaren ähnelten – dessen Tod für alle Ewigkeit ein Rätsel bleiben sollte“,

heißt es im Rückseitentext.

Der Autor behauptet, dass wir heute vor einem weiteren Reset stünden, der durch die Nachfahren der berüchtigten Anunnaki verursucht würde. „Dies Buch dient als eindringliche Warnung vor der Wiederholung der Geschichte und soll möglichst viele Menscheln aufrütteln, bevor es zu späte ist“, heißt es weiter.

Der Autor versucht diese interessante Theorie durch eine ganze Reihe von Bildern zu belegen, die durchaus beeindrucken, ebenso wie einige der von ihm aufgeführten Daten.

Die genannten Anunnaki sind dem Autor zufolge eine intelligente und fortgeschrittene Rasse, die vom Sirius B auf die Erde kam, um Gold abzubauen. Das Weitere entspricht im Wesentlichen den Ausführungen des bekannten Paläo-SETI-Autor Zecharia Sitchin: Ebendiese Anunnaki veränderten die DNA des Neandertalers, um eine unterwürfige Rasse zu schaffen, die für sie Gold abbaute.

Der Autor behauptet, dass Charles Darwin vom Vatikan beauftragt worden sei, Die Entstehung der Arten zu verfassen, um „den Nichtreligiösen unter uns eine alternative Erklärung für unsere Existenz zu liefern“.

Der Autor glaubt, dass die Welt – womit sicherlich die Erde gemeint ist – viel größer und „möglicherweise durch eine Eiswand (die Arktis und Antarktis) geteilt“ ist. Die Erde habe eine flache Oberfläche und überhaupt sei sie gar nicht rund, sondern ein „ovaler, schwimmender Felsen“ – eine Annahme die mit den astronomischen Gegebenheiten wohl kaum in Einklang zu bringen sein dürfte!

Weiter bezieht er sich auf Forscher, die der Meinung sind, dass das „dunkle Zeitalter“ lediglich eine vom Vatikan genutzte Zeitspanne war, um ein fehlendes Stück Geschichte zu verbergen“. Dies klingt nun schon mal gar nicht mehr so unplausibel wie die Idee über die Form der Erde. Dann wird es aber schon abenteuerlicher: 800 Jahre sollen unserer Zeitlinie hinzugefügt worden sein. In Wirklichkeit hätten das römische und ägyptische Reich noch bis ins Mittelalter hinein existiert. Damit erklärt er sich den erstaunlich guten Zustand mancher Bauwerke und auch eine merkwürdige Anomalie bei den Datierungen weltweit. Zum letztgenannten Punkt gibt Anderson im Verlauf des Werks Beispiele an, die durchaus zu denken geben.

Ein ganzes Kapitel widmet der Autor der „Elite“, die eine parasitäre Rasse darstellen soll.

Interessant ist die Behauptung Andersons, dass die Tartaren rote Backsteinhäuser verwendeten, die auf hohem technischem Niveau standen und keine Keller hatten. Nach dem Fall des Tartarischen Reiches seien die Erdgeschosse in Keller umgewandelt worden. Zwei Bilder – eines davon ganz besonders – scheint dies im Ansatz zu belegen. Ungereimtheiten bezüglich der an Gebäuden angebrachten Angaben zur Bauzeit sind ebenso verwirrend.

Insgesamt konnten mich die Argumente für Andersons umfassende Theorie jedoch nicht überzeugen. Für mich gibt es zu wenig Fakten und zu viele pure Spekulationen. Vieles scheint mir zu weit hergeholt.

Andererseits wirft das Buch einige interessante Fragen auf, so die nach dem Äther. Vieles spricht dafür, dass er – wie vom Autor behauptet – tatsächlich existiert. Sehr interessant auch seine Aussagen über Tesla und die Freie Energie. Und unzweifelhaft war die Bombardierung Dresdens mehr als nur unverhältnismäßig – ob der Grund dafür aber tatsächlich der vom Autor angenommene ist, ist allerdings fraglich.

Das Buch ist gut geschrieben und die Theorie zumindest interessant.