Edward Davies

Historisches Forscher- und Autorenportrait

Auf einen Blick

Abb. 1 Hier das Titelblatt von The Mythology and Rites of the British Druids (1809)

(red) Edward "Celtic" Davies (* 7. Juni 1756 in Llanfaredd, Radnorshire; † 7. Januar 1831) war ein walisischer Schriftsteller, Poet, Keltologe und anglikanischer Geistlicher, dessen einflussreichstes Werk die Ursprünge der keltischen Sprachen und die Bedeutung der keltischen Mythologie untersuchte. Es wurde Teil des 'Celtic Revival' sowie der Rückbesinnung auf die druidische Tradition bzw. deren Neuerschaffung im 19. Jahrhundert. [1]

Edward Davies Werk

Über Edward Davies’ Schaffen heißt es in der englischsprachigen Wikipedia: "Davies produzierte eine Reihe von Gedichtsammlungen und Theaterstücken, aber es waren seine Schriften über Mythos und Geschichte, die am erfolgreichsten waren. Seine historischen Werke, die in ihrer Zeit und später Einfluss hatten, sind nach modernen Maßstäben äußerst ungenau und spekulativ. Er sprach nicht fließend Walisisch und verwendete unzuverlässige Quellen und Vermutungen, um den keltischen Mythos mit der biblischen Geschichte in Einklang zu bringen. Im Gegensatz zu seinem Zeitgenossen Iolo Morganwg war Davies jedoch nicht der vorsätzlichen Fälschung schuldig. In der Tat war er einer der wenigen, die einige von Iolos Werken anzweifelten, was zu einer literarischen Fehde zwischen den beiden führte. Wie die meisten seiner Zeitgenossen fiel jedoch auch Davies auf eine Reihe von Iolos Betrügereien herein, was die Zuverlässigkeit seiner Arbeit weiter untergrub. Allerdings veröffentlichte er 1825 einen Diskurs über die Echtheit des Ossian. Ein begeisterter Leser von Davies' Büchern, der sich für seine Theorien interessierte, war William Blake. Davies Stellenwert in seiner Zeit zeigt sich darin, dass er einer der ersten zehn Schriftsteller war, die von der neu gegründeten Royal Society of Literature ausgewählt wurden und 1823 die Auszeichnung 'Companion of Literature' erhielten." [2]

Davies und Atlantis

Im Rahmen von Davies’ Überlegungen zur frühen Geschichte und Mythologie der Kelten sowie zu den Druiden spielte Atlantis zwar kaum eine Rolle, aber in The Mythology and Rites of the British Druids (Abb. 1) von 1908 geht er zumindest kurz (S. 148-150) auf das Thema 'Atlantis' ein, wobei er die Ansichten eines anderen Anglikaners, George Stanley Faber, heranzieht, welcher Atlantis in den Atlantik platziert hat [3] und - neben diversen anderen Überlieferungen von versunkenen Inseln und Ländern - als Reminiszenz an die Ereignisse während der biblischen Sintflut betrachtete. Obwohl er an einer Stelle (S. 150) auch von Atlantis als einer "Fabel" spricht, billigte Davies somit der Atlantis-Erzählung einen (aus seiner Sicht) realen prähistorischen Hintergrund zu, und interpretierte sie nicht als bloße Erfindung Platons.



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Anmerkungen und Quellen

Fußnoten:

  1. Quelle: Wikipedia - The Free Encyclopedia, unter: "Edward Davies (Celtic)" (abgerufen: 30. Oktober 2019)
  2. Quelle: ebd. (Übersetzung ins Deutsche durch Atlantisforschung.de)
  3. Quelle: Tony O’Connell, "Davies, Edward", 16. September 2016, bei Atlantipedia.ie (abgerufen: 30. Oktober 2019)

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