Guillaume Postel

Historisches Forscher- und Autorenportrait

Abb. 1 Der Universalgelehrte Guillaume Postel (1510-1581)

(red) Guillaume Postel - latinisiert: Guilhelmus Postellus - (* 25. März 1510 in Dolerie, Département Manche, Basse-Normandie; † 6. September 1581 in Paris) war ein französischer Universalgelehrter (Mathematiker, Kartograph, Linguist, Kabbalist sowie Orientalist) und Vertreter des Humanismus. [1]

Ähnlich wie nicht wenige andere Gelehrte seiner Zeit gelangte auch Postel zu der Auffassung, "Amerika sei", wie Tony O’Connell es formuliert, "die Heimstatt von Atlantis gewesen, wie er 1578 auf seiner Weltkarte 'Polo aptata Nova Charta Universi' kundtat. Als Linguist war er von der Ähnlichkeit [des Namens] Aztlán aus Mexiko mit Platos Atlantis beeindruckt. Im Jahr 1561 schlug er vor, den neu entdeckten Kontinent Atlantis zu nennen." [2]

Gemeint ist hier Postels 1561 veröffentlichtes Werk Cosmographicae disciplinae compendium, in welchem der französische Gelehrte, wie wir bei Thorwald C. Franke erfahren, ebenfalls die These verfocht, dass Atlantis identisch mit der Neuen Welt sei. Außerdem stellt Franke fest: "Wie bei vielen Autoren finden wir bei Postel eine Vermischung aus antiken Mythen, biblischer Geschichte und Platons Atlantis. Postel soll Ideen von Oviedo aufgegriffen haben." [3]





Anmerkungen und Quellen

Fußnoten:

  1. Quelle: Wikipedia - Die freie Enzyklopädie, unter: "Guillaume Postel" (abgerufen: 30. Juli 2017)
  2. Quelle: Tony O’Connell, "Postel, Guillaume (i)", 10. Juni 2010, bei Atlantipedia.ie (abgerufen: 30. Juli 2017; Übersetzung ins Deutsche durch Atlantisforschung.de)
  3. Quelle: Thorwald C. Franke, "Kritische Geschichte der Meinungen und Hypothesen zu Platons Atlantis - Von der Antike über das Mittelalter bis zur Moderne", Norderstedt (BoD), 2016, S. 271

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